MRS2000 Magnetfeldtherapie
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Zur Geschichte des Magnetfeldes und der Magnetfeldtherapie

 

Das Phänomen des Magnetismus kannte man bereits in der Antike. Die alten Chinesen besaßen bereits eine Art Kompass. Dauermagneten aus Eisen wurden damals schon verwendet. Auch im antiken Ägypten, Griechenland und Rom, waren die Phänomene, die durch Magnetfelder entstehen, schon bekannt . Dagegen findet man im abendländischen Kulturkreis erst bei dem berühmten Arzt Paracelsus (1493-1541) Hinweise auf die Magnettherapie.


"Vom Magneten" war eine der ersten naturwissenschaftlichen Abhandlungen und stammte von Gilbert, dem Leibarzt der damaligen englischen Königin. Obwohl dieses Werk voll abstruser Ideen und Theorien ist, erkannte Gilbert immerhin z. B. schon, dass man einen Magneten teilen kann und dann zwei neue vollständige Magnete mit je einem Nord- und Südpol erhält, deren Kraft allerdings halbiert ist. 

Solche Erkenntnisse regten zu weiteren Forschungen an, die schließlich im 19. Jahrhundert mit dem englischen Naturwissenschaftler Faraday ihren vorläufigen Höhepunkt fanden. Ihm gelang es, das Phänomen "Magnetismus" weitgehend aufzuklären. Ende des 19. Jahrhunderts erzeugte man auch erstmals künstliche Magnetfelder. Dazu ließ man elektrischen Strom durch Ringe oder Spulen fließen. Auf diesem Prinzip beruht im Grunde auch die moderne Magnetfeldtherapie.
 

 
Insbesondere der Thüringer Arzt Oskar Gleichmann erforschte die therapeutischen Wirkungen dieser Magnetfelder lange Zeit und stellte Ende der 60er Jahre ein Therapiegerät vor, das mit einem elektrisch erzeugten pulsierenden Magnetfeld arbeitete. Es wurde zum Vorläufer aller heute gebräuchlichen Magnetfeldtherapie-Systeme.

Maßgeblichen Anteil an der Weiterentwicklung und wissenschaftlichen Begründung der modernen Magnetfeldtherapie hatten noch eine Reihe anderer namhafter Forscher. So wies zum Beispiel der zweifache amerikanische Nobelpreisträger Linus C. Pauling nach, dass der eisenhaltige rote Blutfarbstoff Hämoglobin magnetische Eigenschaften besitzt, was ihm 1954 den Nobelpreis für Chemie einbrachte. Die Amerikaner Halpern und Vandyk experimentierten im Auftrag der Raumfahrtbehörde NASA mit Magnetfeldern bei Mäusen. Die Japaner Arichi, Nakagawa und Suzuki behandelten über 11000 Menschen und bewiesen durch diesen einmaligen Großversuch, dass die Magnetfeldtherapie auch beim Menschen wirksam ist.

Seit den sechziger Jahren weiß man, dass Knochen piezoelektrisch sind. Das heißt: bei jedem Belastungswechsel erzeugen sie Strom. Nicht viel zwar, doch für eine Taschenlampenbirne würde es reichen. Heute gilt es als sicher, dass die selbsterzeugten Ströme wesentlich am Aufbau und der Gesunderhaltung der Knochen beteiligt sind. Der Strom steuert die Organisation und Aushärtung der Knochenzellen. Da lag der Gedanke nahe, Strom zur Heilung von Brüchen einzusetzen - und zwar mit einem elektromagnetischen Feld. Damit lassen sich Ströme im Knochen induzieren. In Tierexperimenten wurde bewiesen, dass Brüche so schneller heilen.

Darüber hinaus forscht die Wissenschaft aber längst schon in den verschiedensten medizinischen Einsatzgebieten, wie z.B. in der Chirurgie, Rheumatologie oder Schmerztherapie. Die Erkenntnisse aus diesen Forschungen sind so eindeutig, dass die Behandlung mittlerweile nicht mehr als Außenseiterverfahren abqualifiziert, sondern auch von der Schulmedizin anerkannt wird.


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